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Die Hämophilie ist eine
angeborene Blutungsneigung, die durch die lebenslange Verminderung der Aktivität
des Gerinnungsfaktors VIII (Hämophilie A) oder IX (Hämophilie B) hervorgerufen
wird. Die Restaktivität dieser Gerinnungsfaktoren VIII bzw. IX bestimmt den
Schweregrad der Erkrankung. (Werlhof-Institut)
Der von-Willebrand-Faktor
(vWF) ist ein Protein, das als Trägerprotein des
Blutgerinnungsfaktors VIII eine wichtige Rolle bei der
Blutstillung spielt. (Wikipedia) Er vermittelt
die Anhaftung der Blutplättchen an Gewebe und die Verbindung
von Blutplättchen untereinander. Beim Vorliegen eines
fehlgebildeten vWF oder einem Mangel an vWF ist daher
die Bildung des Plättchenpfropfes beeinträchtigt. Dies
führt zu einer verlängerten Blutungszeit, was bei Hämophilie
nicht der Fall ist. Verursacht wird diese Blutungsneigung
durch einen quantitativen und/oder qualitativen Defekt
des von Willebrand-Faktors je nach Subtyp. (Werlhof-Institut)
Vererbung: Die
Erbinformation für den vWF liegt nicht auf dem Geschlechtschromosom
X wie bei der Hämophilie. Es können also sowohl Rüden
als auch Hündinnen betroffen sein.
Das von-Willebrand-Syndrom
(vWS) beschreibt die angeborene Blutungsneigung und wird
in 3 Haupttypen (Typ 1, Typ 2, Typ 3) unterschieden. Beim Deutschen Pinscher
tritt nur der Typ 1 in Erscheinung:
Hier liegt ein quantitativer Mangel
des von Willebrand-Faktors vor. Klinisch zeigen die meisten Patienten eine milde Symptomatik.
Auffälligkeiten entstehen durch die Neigung der Betroffenen zu langanhaltenden
Blutungen und Nachblutungen nach
operativen Eingriffen. (Wikipedia)
"Beim vWS ist hauptsächlich ein autosomal-dominanter Erbgang zu finden, d.h.
wenn ein Elternteil den genetischen Fehler trägt, sind die Kinder mit einer
Wahrscheinlichkeit von 50 % ebenso erkrankt. Seltene Subtypen haben einen
autosomal-rezessiven Erbgang. Daher ist die Familien-Geschichte ( Anamnese )
sehr wichtig."
(Werlhof-Institut)
Eine Erkrankung
bei heterozygoten Hunden kann nicht ausgeschlossen werden,
ist aber nicht sehr wahrscheinlich (50% vWF vorhanden).
Die Symptome reichen von verlängerten Blutungszeiten
bis hin zu schweren Blutungen. (Laboklin)
Bei Hunden,
die Merkmalsträger sind, also die Mutation auf beiden
Allelen tragen, beträgt die vWF-Konzentration ca. 10%.
D.h. das Tier wird mit hoher Wahrscheinlichkeit an VWD
Typ I erkranken, eine Blutungsneigung bedeutet das nicht
in jedem Fall. Der Hund gibt jedoch immer ein betroffenes
Gen an seine Nachkommen weiter. (Laboklin)
Das Labor LABOKLIN in Bad Kissingen bietet
einen Gentest zum
Nachweis der von Willebrand Erkrankung beim Deutschen Pinscher an.
Anmerkung:
Die Zitate von Wikipedia und Werlhof-Institut beziehen
sich auf vWD bei Menschen!
Linktip: Laboklin
Linktip: Werlhof-Institut
 Rüde
L-Wurf Pinch-Hit's
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