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Am 02.03.2006 wurde Emily wie jedes Jahr
gegen Tollwut geimpft:
15 Uhr: Eingangsuntersuchung beim Tierarzt
mit anschliessender Impfung. Emily ist gesund.
16.30 Uhr: Wir sind zuhause, zufällig
sehe ich, dass die Lefzen etwas geschwollen sind, Emily
wirkt unruhig. Die Lefzen schwellen weiter an, wir rufen
den Tierarzt an und fahren so schnell es geht in die
Praxis.
17.30 Uhr: Wir sind zurück in der Praxis,
Diagnose: "Impfreaktion, hochgradige allergische
Reaktion, symmetrische hochgradige Schwellung des Kopfes, ausgebildet 90
Minuten nach Impfung [Impfstoff, Chargennummer] "
Während der knappen Stunde Fahrtzeit zum Tierarzt schwollen Emilys
Lefzen beidseitig fast Tischtennisball-groß an, der Nasenrücken war
geschwollen, das linke Auge fast zugeschwollen und die Augenbrauen dick. Der
Oberkopf war unverändert.
An den Beinen und am Körper bildeten sich vereinzelt
Quaddeln aus, Durchmesser etwa 1,5 cm.
Emily war und blieb ansprechbar, Vitalfunktionen stabil
jedoch erhöhte Temperatur.
Zunächst wurde intravenös Cortison (Antiallergikum)
verabreicht, zusätzlich übers Maul ein krampflösendes Mittel.
Ich bitte den Tierarzt den Kopf von Emily zu fotografieren, da ich
in meiner (verständlichen) Hektik meinen Fotoapparat vergessen habe.



Weiter bitte ich darum, sowohl das Paul-Ehrlich-Institut als
auch den Impfstoff-Hersteller zu informieren, die Fotos dürfen gerne der
Dokumentation beigefügt werden.
Wir setzen uns ins Wartezimmer und beobachten
Emily. Nach etwa 30 Minuten schwillt der Kopf zusehends ab,
die Augen werden wieder klarer, sie beginnt sich für
die Umgebung zu interessieren und trinkt durstig Wasser.
Eine weitere Injektion „Langzeit-Cortison“ in die Seite und
wir fahren nach Hause.
20.30 Uhr wir sind zuhause und Emily hat
großen Hunger. Es entstehen diese Fotos:


Dies war die erste allergische Reaktion von Emily auf eine
Impfung.
Sie ist zu dem Zeitpunkt fast 6 Jahre alt und hat hier die sechste Tollwut-Impfung
bekommen.
Nach einiger
Recherche im Internet hat das Anschwellen des Kopfes
nun auch einen Namen bekommen:
Angioödem:
(Quinke-Ödem, Nilpferdkopf)
Da Impfstoffe
Medikamente sind, und es kein Medikament ohne Nebenwirkungen
gibt, kann es also auch zu einer anaphylaktischen Reaktion
auf einen Impfstoff kommen. Ein Symptom dafür kann eine
deutliche Schwellung um die Schnauze sein, die sich
unter Umständen bis hoch zu den Augen erstreckt.
Im Lauf der
Zeit wurde Emilys Fellfarbe immer heller. Sie wechselte
von "rotbraun" zu "weizenblond".
Woran das nun genau lag, konnte mir bis heute leider
niemand erklären. Möglicherweise war es der Schock an
sich, vielleicht die hohe Medikamentendosierung, ...
?
Dieses Foto
entstand am 14. Mai 2006:

Bis auf einen
dunkleren Fleck auf dem Oberschenkel und weiterhin dunklen
Ohren ist sie sehr hell geworden.
Die Impfreaktion
wurde homöopathisch behandelt, ausserdem erhielt Emily
drei Heilbehandlungen um den Körper zu entgiften.
Homöopathen
sagen, dass Heilung von oben nach unten, von Kopf zu
Fuss geschieht.......
Emily am 9.
Juli 2006: Die dunkleren Stellen sind am Nasenrücken
zu "ahnen" und enden knapp unter den Augen:

Am
13. August geht die dunkle Färbung bereits über die
Augenbrauen und bildet einen kleinen "Keil"

Ich hoffe sehr,
dass die Farbe vollständig zurück kommt!

Oktober
2006: Auf der Wange ein kleiner dunkler Punkt und bis
hoch über die Schädeldecke dunkleres Haar. Emily ist
in einem sehr heftigen Fellwechsel. Tägliches Bürsten
entfernt lauter helle Haare und sie wird eindeutig
dunkler! Nie vorher habe ich so einen ausgeprägten Haarwechsel
bei ihr erlebt. Bei jedem Streicheln, bei jedem Schütteln
fliegen die hellen, fast weissen Haare nur so durch
die Gegend!
Auf
dem Vorderlauf ist sie "meliert": Helles Stichelhaar
konkurriert mit dem dunkleren nachwachsendem Haar.


Auf
der Flanke ist der dunkle Fleck noch allein, aber über
den Rücken breitet sich dunkles Haar aus.
Fast
täglich bürsten wir ganze Büschel hellen Haares aus:

 Oktober
2007 - ein heller Fleck noch hinten, sonst ist der Spuk
vorbei.
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