Ein Praxisbericht
(Mit
freundlicher Genehmigung der Besitzerin!)
Eine
Impfreaktion ist immer eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung,
die durchaus auch zum Tod des Geimpften führen kann.
Bitte sehen Sie Homöopathie als Chance zur Heilung aber
nehmen Sie dazu die Hilfe eines erfahrenen
Tierhomöopathen in Anspruch!
Auf
die Nennung der homöopathischen Medikamente wurde in
diesem Bericht bewusst
verzichtet, da jede Impfreaktion verschieden ist und
das jeweils individuell passende Mittel gefunden werden
muss.
Lesen Sie bitte auch meinen Artikel Homöopathie
und Impfungen.
Samstag,
22.08.2009, ca. 22 Uhr, Anruf einer Bekannten, die
einen 15 Monate alten Pinscher-Rüden hat. B. geht es
sehr schlecht, er hat Fieber, wirkt apathisch, fühlt
sich sehr heiß an und steht wie ein Häuflein Elend im
Zimmer.
Was
war geschehen?
B.
wurde am Freitag nachmittag geimpft gegen Staupe, Hepatitis,
Parvovirose, Leptospirose, Parainfluenza und Tollwut
obwohl die Besitzerin eine kleinere Kombi-Impfung gewollt
hatte.
In der Praxis zeigte er deutliche Anzeichen von Streß
und sträubte sich gegen die Spritze.
Bereits
am Abend war B. sehr schläfrig und zeigte Unwohlsein,
das sich im Lauf des Samstag weiter verschlimmerte.
Die
Besitzerin gab ihm daraufhin in Selbstmedikation viermal etwa alle 2-3 Stunden ein
homöopathisches Mittel in der Potenz D6, das aber keine
Besserung brachte.
Die erste Anamnese am Samstag
Abend brachte leider nur recht unklare Symptome: B. hat 40° Fieber,
ist apathisch, ein Zittern durchläuft seinen Körper,
hauptsächlich steht er mit eingeklemmter Rute und setzt
oder legt sich nur zögernd, beim Ausatmen kommt ein
röchelndes Geräusch, weder trinkt noch frisst er. Die
Besitzerin flößt ihm Wasser mit einer Einmalspritze
ein, das er dann auch schluckt. Sie vermutet aufgrund
seiner Haltung Gelenkschmerzen.
Ich verordne
eine Gabe des Mittels "A" in der
Potenz C30 in der Hoffnung, die Symptomatik wird dann
deutlicher.
Sonntag,
23.08.2009, Anruf ca. 11 Uhr 30
Die Mittelgabe
brachte leider keine wesentliche Verbesserung.
B hat weiterhin
40° Fieber, er steht mit hochgekrümmtem Rücken und eingezogenem
Schwanz, mag keine Treppen laufen, wenn die Besitzerin
ihn anfasst, schreit er, lässt sich aber von ihr streicheln.
Der Blick ist starr und abwesend, ein Zittern läuft
durch den Körper. Er frisst, was die Besitzerin ihm
hinhält und trinkt, was sie ihm einflößt. Ich entscheide
mich für Mittel "B" und lasse dies einmalig
in der Potenz
C200 aufgelöst in Wasser geben.
Als Verbesserung
nach dieser Mittelgabe können wir beobachten, dass B.
selbständig auf das Bett springt und auch die Treppe
steigt. Das Fieber sinkt auf 39,5° und auch die röchelnde
Atmung ist verschwunden.
Da ich den Hund nicht
persönlich kenne, bitte ich nun dringend um ein Foto.
Zusätzlich kontaktiere ich eine liebe Kollegin
und wir suchen gemeinsam nach einem Mittel, das mehr
Besserung bringt. Leider ist auch sie ratlos, die Symtome
sind zu unklar. Um nichts unversucht zu lassen wiederholen
wir das
Mittel "B" am Abend, was aber keine weitere Besserung
bringt. Zittern, aufgewölbter Rücken, steife Haltung
und starrer Blick sowie Fieber bleiben bestehen. Mittlerweile
ist er auch nicht mehr begeistert davon, Wasser eingeflößt
zu bekommen. Der Besitzerin ist eingefallen, dass B.
eine solche Haltung bereits schon einmal zeigte und
die Tierärztin damals eine Antibiotika-Therapie verordnete,
da sie einen Infekt vermutete. Eine nochmalige schulmedizinische
Behandlung möchte die Besitzerin unbedingt vermeiden
und bemüht sich sehr, alle Symptome zu erfassen und
zu schildern.
Montag,
24.08.2009 ca. 7 Uhr
Die Besitzerin wiederholt
noch einmal die Gabe des Mittels "B" in C200 aufgelöst. Bis zum Mittag
zeigt sich keine Besserung und wir suchen weiter nach
Symptomen.
B. schreit jämmerlich, wenn die
Besitzerin ihn tragen will, lässt sich aber weiterhin streicheln
und sucht intensiv die Nähe seines Frauchens. Er legt
sich nicht gerne auf ein weiches Kissen, sondern sucht
eher eine härtere Unterlage, wenn er sich
setzen will, schreit er auf, der Blick ist sehr starr,
die Lider schliessen sich nicht vollständig. Nach wie
vor läuft ein Schauder durch den Körper und er gibt
wimmernde Geräusche von sich. Die Haut stitzt straff
am Körper, lässt sich kaum verschieben. Der Körper ist
sehr heiß aber die Pfoten eher kühl. Fieber weiterhin
fast 40°, er speichelt vermehrt.
Nun ist das
Symptomenbild plötzlich klarer und die nächste
Verordnung bringt dann den Durchbruch. Gegen 19 Uhr erhält
B. ein weiteres homöopathisches Mittel "C"
in der Potenz C30, worauf
er sich hinlegt und einschläft. Nachdem er in der Nacht
zwar die Treppe rauf ist aber nicht wieder runtersteigen
wollte und auch der Besitzerin ausgewichen ist, als
sie ihn tragen wollte, verabreicht sie ihm die zweite
Gabe des Mittels "C" in der Potenz C30. Anschliessend
schlafen sie gemeinsam sehr ruhig
im oberen Stockwerk.
Dienstag,
25.08.2009:
Die Besitzerin darf B. die Treppe
runter tragen, wobei er jedoch nochmal aufschreit. Sie verabreicht
ihm daher noch eine dritte Gabe des Mittels "C"
in der Potenz C30.
Anruf
ca. 14 Uhr: Das Fieber ist auf 39° gesunken, kein Zittern
mehr im Körper, B. schläft ruhig atmend unter der Bettdecke,
der Blick ist wach und orientiert, sie kann ihn anfassen
ohne dass er aufschreit. Der Speichel läuft noch etwas
und aus dem Penis kommen vermehrt Absonderungen, die
die ebenfalls im Haushalt lebende ältere Hündin fürsorglich
wegputzt.
Mittwoch,
26.08.2009, Anruf 15 Uhr:
Welche Freude und
Erleichterung!!!
B. hat die ganze Nacht geschlafen,
er quiekt noch etwas auf, wenn er aufstehen möchte,
frisst selbständig, hebt beim Pipimachen wieder das
Bein und springt bereits wieder über ein niedriges Mäuerchen
im Garten. Die Temperatur ist auf 38° gesunken und die
Haut sitzt nicht mehr so fest am Körper. Sein übliches
Begrüßungsgeheul
hat er bisher noch nicht wieder angestimmt aber sonst
ist er schon recht munter.
 Es
geht ihm wieder gut!!!
|