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 Hunde-Ausbildung: Wie - wo - wer - was?
 

 

Hunde (und ihre Menschen) brauchen in der heutigen Zeit eine Ausbildung, in der mindestens der Grundgehorsam (Hier - Sitz - Platz - Bleib und das Laufen an lockerer Leine) gelernt wird.

Das Ausbildungsangebot ist mittlerweile vielfältig. Nicht nur Hundevereine verzeichnen einen enormen Zulauf sondern auch Hundeschulen schießen wie Pilze aus dem Boden. Sowohl in Vereinen als auch bei privaten Hundeschulen kann man Unterricht nach neuestem Stand der Verhaltensforschung bekommen. Doch leider gibt es auch in der Hundeausbildung sogenannte „schwarze Schafe“ und "Ewig Gestrige".

Das Berufsbild des Hundetrainers ist in Deutschland nicht geschützt.
Es gibt bisher keine staatlich anerkannte Ausbildung und Prüfung. Das bedeutet, dass sich jeder, unabhängig von seiner Qualifikation als Hundetrainer niederlassen kann. Es hängt ausschließlich vom Engagement des Trainers ab, ob er sich bezüglich Verhaltenskunde und Lernverhalten von Hunden fortbildet.

Um den geeigneten Trainer zu finden, nachfolgend ein paar Tipps:

  • Der seriöse Hundetrainer lässt Sie unverbindlich bei seinem Training zuschauen. Er ist in der Lage, seine Trainingsmethoden sinnvoll zu erklären und dabei auf die entsprechenden Erkenntnisse der Verhaltensforschung zu verweisen.
  • Während des Trainings sollte es Ihnen jederzeit möglich sein, Fragen zu stellen und Alternativen zu erörtern.
  • Schrecken Sie nicht vor wohlklingenden Titeln wie „geprüfter Kynopädagoge“ zurück, sondern bewahren Sie Ihren gesunden Menschenverstand und beobachten Sie den „Kynopädagogen“ bei der Arbeit – mit anderen Hunden!
  • Auch verhaltenskundlich tätige Tierärzte sind heute sicher:
    Lernmethoden, die mit positiven Reizen (Belohnung) arbeiten, sind solchen vorzuziehen, bei denen ein Lernen durch negative Reize (Strafe) angestrebt wird.
  • Ob ein Hund seinem Besitzer gehorcht, hängt auch von der Bindung und Beziehung zwischen Hund und Besitzer ab. Also sollte der Erziehungskurs vornehmlich genau diese Bindung stärken und festigen. Der Einsatz von Elektroreizgeräten, Teleimpulsgeräten oder Sprayhalsbändern festigt keinesfalls die Bindung zum Hundeführer.
    Nehmen Sie Abstand, wenn Ihnen die Anwendung dieser Geräte empfohlen wird. Es gibt immer Alternativen - man muss sie nur finden wollen.
  • Zeit und Geduld sind weitere wesentliche Faktoren, die zum gut ausgebildeten Hund führen. Durch die unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten einzelner Mensch-Hund-Teams kann kein Erfolg innerhalb einer bestimmten Ausbildungszeit garantiert werden.
  • Ein Schema ist der Totengräber der Kreativität und des gesunden Menschenverstandes. Achten Sie deshalb darauf, dass das Training praxisbezogen ist und variabel gestaltet wird. Stundenlanges Exerzieren auf einem abgeschlossenen Platz ist genauso überholt wie Kommandos, die im Kasernenhofton gebrüllt werden.
    Unsere Hunde hören deutlich besser als wir, warum also sollen
    wir sie anbrüllen?

Im Interesse Ihres Verhältnisses zu Ihrem Hund: Bewahren Sie Ihren gesunden Menschverstand, vertrauen Sie nicht blind dem vermeintlichen "Profi" der es ja wissen muß sondern wählen Sie umsichtig Ihren Ausbilder und die Ausbildungsmethode!

     

 

 Buchtip: Sabine Winkler "So lernt mein Hund"

             

 

 Buchtip: Dorothée Schneider "Die Welt in seinem Kopf" 

              

 

 

 

 


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aktualisiert: 09.03.2006